Auswertung Jugendideenumfrage 2.0

Die Jugendideenumfrage 2.0 zeigt, dass sich ein Großteil der Jugendlichen einbringen und die Stadt aktiv mitgestalten will.

Die Jugendideenumfrage 2.0, die im Rahmen des Projekts „Jugend voran“ (gefördert durch die „Aktion Mensch“), im Herbst 2023 durchgeführt wurde, zeigt, dass sich ein Großteil der Jugendlichen einbringen und die Stadt aktiv mitgestalten will. Informationen über die Möglichkeiten dafür müssen besser auffindbar und die Aktivitäten mit dem persönlichen Alltag besser vereinbar sein. In Beteiligungsprozessen sind Jugendliche häufig unterrepräsentiert. Formen der digitalen Beteiligung bieten zeitliche und örtliche Flexibilität. Zudem sind sie oft inklusiver, denn Menschen Sprachbarrieren oder Menschen mit Behinderung fällt es so leichter, sich einzubringen und zu beteiligen.

Nachdem bereits im Sommer 2021 eine Umfrage unter Chemnitzer Jugendlichen durchgeführt wurde, lotete die erneute Befragung aus, ob sich die Wahrnehmungen, Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen geändert hatten. Es sollte unter anderem erforscht werden, ob es unmittelbare Aus- und Nachwirkungen der Pandemie auf die persönliche Lebenssituation der Jugendlichen gab. Ein weiterer Fragenkomplex betraf Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 und die damit verbundenen Hoffnungen und Chancen. Inzwischen liegt die Auswertung der Umfrage vor.

An der nicht repräsentativen Umfrage nahmen 448 Jugendliche teil. Davon leben 72 Prozent gern in Chemnitz. 151 Jugendliche sind bereits engagiert. 148 würden sich gern mehr einbringen, wissen aber nicht wie und wo bzw. fehlt ihnen die nötige Zeit für ein Engagement. Mit der Kulturhauptstadt verbinden die Jugendlichen die Hoffnung auf vielfältigere Kultur- und Freizeitangebote, mehr Sauberkeit und verbesserte Verkehrsinfrastruktur, aber auch ein besseres Image für Chemnitz.

Die Auswertung der zweiten Bedarfsanalyse wird an die Chemnitzer Bürgerplattformen, Stadtteilmanagements, die Stadtverwaltung Chemnitz und an die Fraktionen des Chemnitzer Stadtrats weitergeleitet. Die Erkenntnisse daraus liefern Akteur:innen und Entscheidungsträger:innen relevante Anknüpfungspunkte für ihre Arbeit und zeigen auf, wo die Bedarfe junger Chemnitzer:innen liegen. Mithilfe der ersten Jugendideenumfrage konnten zahlreiche Projektideen angestoßen bzw. umgesetzt (wie Hygienespender an Chemnitzer Schulen) und Jugendliche für mehr Engagement begeistert werden.